Alles, was du über uns wissen musst – von der ersten Frage bis zu deinem ersten Übungsabend.
Eine freiwillige Ortswehr mit einem kantonalen Sonderauftrag – und rund um die Uhr für die Gemeinde Worb da.
Die Feuerwehr Worb ist eine freiwillige Ortswehr. Das heisst: Wir sind keine Berufsfeuerwehr. Alle bei uns haben einen normalen Beruf und setzen ihre Freizeit ein, damit im Ernstfall jemand kommt.
Dazu kommt eine Zusatzaufgabe: Wir sind Sonderstützpunkt für Personenrettungen bei Unfällen (PbU). Bei schweren Verkehrsunfällen rücken wir deshalb auch in Nachbargemeinden aus – mit Material und Ausbildung, die eine normale Ortswehr nicht hat.
Die Feuerwehr Worb steht nicht allein – sie ist Teil einer Kette von der Gemeinde bis zum Kanton.
Trägerin der Feuerwehr. Der Gemeinderat beschliesst über Reglement, Organisation und Budget; die Abteilung öffentliche Sicherheit ist unsere Verwaltungsstelle.
Die Gebäudeversicherung Bern erlässt die Feuerwehrweisungen (FWW), stellt die Ausbildung sicher und beaufsichtigt uns über den Kreisfeuerwehrinspektor.
Im Worblental und im Verband FWV-BMO üben und arbeiten wir mit den Nachbarfeuerwehren zusammen – dazu Polizei, Sanität, ZSO und Werkdienste.
Jugendliche ab 14 Jahren können bereits einsteigen. Zurzeit sind es fünf – eine kleine Truppe, die wir bewusst weiter aufbauen wollen. Die kantonale Jugendfeuerwehr-Ausbildung wird beim Übertritt als Allgemeine Basisausbildung und Fachvertiefung 2 angerechnet.
Pflegt die Kameradschaft und das historische Erbe – unter anderem die Saurer-Motorspritze und die Handdruckspritze. 2027 steht ein Jubiläum an.
Eine eigene Gruppe kümmert sich um Wespen- und Hornissennester in der Gemeinde – eine der sichtbarsten Dienstleistungen für die Bevölkerung.
Brand ist nur ein Teil davon. Der Alltag der Feuerwehr Worb ist deutlich breiter, als die meisten denken.
Jeder Einsatz ist anders. Die Reihenfolge, in der wir vorgehen, ist immer dieselbe:
Und die Rangfolge, nach der wir entscheiden, ebenfalls: Mensch – Tier – Umwelt – Sachwerte. Wer bei uns anfängt, lernt diese beiden Ketten als Erstes. Sie beantworten im Einsatz die meisten Fragen von selbst.
Alle Ereignisse der Feuerwehr Worb gemäss Einsatzarchiv – von der Türöffnung bis zum Grossbrand.
Quelle: Einsatzstatistik feuerwehrworb.ch. Der Wert 2026 ist ein Zwischenstand (Stand Juli), deshalb grau dargestellt.
Alarmiert wird gestaffelt – je nach Ereignis nur ein Zug, manchmal bloss die Kompetenzgruppe. Für die einzelne Person bleiben rund 20 Einsätze pro Jahr. Wie das genau funktioniert, steht im Kapitel «Aufwand und Entschädigung».
Der Kanton Bern kennt einen einheitlichen Alarmstufenplan. Er legt fest, welche Kräfte bei welchem Ereignis automatisch aufgeboten werden – und ob nur die Ortswehr ausrückt oder zusätzlich ein Sonderstützpunkt.
| Code | Ereignis | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| A1–A3 | Brand | Von der brennenden Hecke bis zum Gebäudebrand. Ab A2 kommt ein Höhenrettungsfahrzeug dazu, ab A3 zusätzlich ein mobiler Grossventilator. |
| B1–B3 | Elementar | Unwetter, Überschwemmung, Sturmschaden, Rohrleitungsbruch. |
| C1–C3 | Hilfeleistung | Der breiteste Bereich: Türöffnungen, Personen in Notlage, technische Hilfe aller Art. |
| D1–D3 | Öl / Benzin / Gas | Auslaufende Betriebsstoffe, Gasgeruch, Ölspuren auf der Strasse. |
| E1–E3 | ABC-Wehr | Chemie-, Strahlen- und Biologieereignisse. Immer mit Sonderstützpunkt. |
| F1–F3 | Personenrettung bei Unfällen | Unsere Spezialität. Hier sind wir selbst Sonderstützpunkt und rücken auch auswärts aus. |
| G1–G2 | Tierrettung | Vom Reh im Schacht bis zur Kuh in der Jauchegrube. |
Ein grosser Teil unserer Aufgebote stammt von Brandmeldeanlagen. Viele davon sind unecht – ein Handwerker mit Staub, ein Dampf aus der Küche. Ausrücken müssen wir trotzdem jedes Mal: Ob der Alarm echt ist, weiss man erst vor Ort.
Jemand wählt 118 oder 112, oder eine Brandmeldeanlage löst aus. Die Meldung landet bei der Kantonalen Einsatzzentrale.
Je nach Ereignis alarmiert die Einsatzzentrale direkt die vorgesehenen Elemente – oder sie ruft zuerst unsere Kompetenzgruppe an und das Aufgebot wird im Gespräch festgelegt.
Du erhältst Alarm auf Natel und Pager, quittierst und fährst ins Magazin. Dort ziehst du die dem Einsatz angepasste Schutzkleidung an und besetzt dein Fahrzeug.
Der Einsatzleiter ist als Erster vor Ort, beurteilt die Lage und passt das Aufgebot über Funk an. Unterwegs bereitest du dich vor: Einsatzunterlagen, Atemschutz, Kleingeräte.
Sichern, retten, halten, schützen, bewältigen – in dieser Reihenfolge, nach der Rangfolge Mensch, Tier, Umwelt, Sachwerte.
Der Schadenplatz geht zurück an den Eigentümer. Im Magazin wird das Material gereinigt, geprüft und für den nächsten Einsatz bereitgestellt. Danach wird der Einsatz besprochen – fachlich und, wenn nötig, auch menschlich.


Waldbodenbrand oberhalb Enggistein, 29. Mai 2026: Das rasche Eingreifen verhinderte die Ausbreitung auf den umliegenden Wald.
Der Kanton gibt verbindliche Richtzeiten vor. Sie sind der Grund, warum Alarmierung, Pager und Erreichbarkeit so ernst genommen werden.
Grundlage: Feuerwehrweisungen (FWW) Kanton Bern, Version 2026-1, Art. 14.
Elf Fahrzeuge, vier Motorspritzen und eine Anhängeleiter – verteilt auf die Magazine Worb und Rüfenacht.
Nicht jedes Mittel steht in unserem Magazin – und das ist so gewollt. Grosse Rettungsgeräte werden regional vorgehalten und über den Alarmstufenplan automatisch mitalarmiert:
Autodrehleiter oder Hubretter. Wird ab Brandstufe A2 automatisch mitaufgeboten und muss innert 20 Minuten ab Alarmierung auf dem Schadenplatz sein.
Kommt ab Brandstufe A3 dazu, um grosse Gebäude zu entrauchen.
Für ABC- und Ölwehr sind andere Organisationen zuständig. Bei PbU ist es umgekehrt: Da sind wir der Stützpunkt, der auswärts hilft.
Was du mitbringen musst – und was du dafür bekommst.
Nach der Grundausbildung kannst du dich spezialisieren. Jeder Fachbereich hat eigene Übungen zusätzlich zu den Gesamtübungen.
Innenangriff unter Pressluftatmer. Voraussetzung ist ein bestandener Laktatstufentest und eine ärztliche Tauglichkeitsuntersuchung.
Personenrettung bei Unfällen. Hydraulisches Rettungsgerät, Stabilisierung, patientenorientierte Rettung – als Sonderstützpunkt auch auswärts.
Absichern von Einsatzstellen, Umleitungen, Verkehrsdienst an Anlässen. Geübt wird regelmässig gemeinsam mit der ZSO.
Freischalten, Absichern, Beurteilen elektrischer Gefahren – im Verbund «Roter Tisch Worblental» ausgebildet.
Unwetter, Hochwasser, Sturmschäden. Eigene Notfallplanung und Fachspezialisten in der Organisation.
Arbeiten in Absturzgefahr. Trainiert gemeinsam mit der Feuerwehr Regio Gumm.
Die Ausbildung ist kantonal geregelt und wird von der Gebäudeversicherung Bern angeboten und bezahlt. Der Weg ist für alle gleich – wie weit du gehst, entscheidest du.
| Ausbildung | Funktion | Grad |
|---|---|---|
| Allgemeine Basisausbildung + Fachvertiefung 1 oder 2 | Feuerwehrmann / Feuerwehrfrau | Sdt |
| — nach 5 Dienstjahren | Erfahrene(r) Feuerwehrmann/-frau | Gfr |
| Gruppenführerkurs 1 (Kaderstufe I) | Unteroffizier, führt eine Gruppe | Kpl |
| Gruppenführerkurs 2 (Kaderstufe II) | Unteroffizier, führt eine Gruppe | Wm |
| Einsatzführung 1 (Kaderstufe III) | Offizier, führt eine Zugseinheit | Lt |
| Einsatzführung 1 Partner (Kaderstufe IV) | Offizier, führt eine Zugseinheit | Oblt |
| Einsatzführung 2 (Kaderstufe V) | Offizier, führt eine Organisationseinheit | Hptm |
Atemschutz, PbU, Verkehr, Elektro, Absturzsicherung, Maschinist, Führungsunterstützung – und der Führerausweis Kategorie C1 118, mit dem du unsere schweren Fahrzeuge fahren darfst.
Grundlage: Feuerwehrweisungen (FWW) Kanton Bern, Version 2026, Anhang 1.
Über das Kontaktformular auf feuerwehrworb.ch, per Mail an info@feuerwehrworb.ch – oder du sprichst jemanden von uns direkt an.
Wir besprechen deine Fragen und schauen gemeinsam, ob und wo du passt.
Findet einmal jährlich im vierten Quartal statt und wird in der Worber Post, im Anzeiger Konolfingen und auf unserer Website ausgeschrieben. Ein Einstieg unter dem Jahr ist aber ebenso möglich.
Du fasst deine persönliche Ausrüstung und dein Corpsmaterial und richtest die Alarmierung ein.
Mindestens sechs Monate. Als Neuling läufst du im Übungsbetrieb mit; wer bereits ausgebildet ist, rückt auch an Ernstfalleinsätze mit aus.
Standortbestimmung mit dem Kommando und / oder deinem Zugführer – in beide Richtungen.
Allgemeine Basisausbildung und Fachvertiefung, durchgeführt und bezahlt von der Gebäudeversicherung Bern.
Nach abgeschlossener Grundausbildung rückst du auch an die Ernstfalleinsätze mit aus.
Für den Atemschutz braucht es eine ärztliche Tauglichkeitsuntersuchung und den Laktatstufentest. Die Formulare bekommst du von uns.
Jede und jeder beginnt bei uns mit einer Probezeit von mindestens sechs Monaten. Sie ist keine Prüfung, die man bestehen oder verhauen kann – sie ist eine Kennenlernzeit, und zwar für beide Seiten.
Du kannst in dieser Zeit ohne schlechtes Gewissen herausfinden, ob die Feuerwehr wirklich zu dir passt: zum Beruf, zur Familie, zum Naturell. Und wir schauen, ob es umgekehrt auch stimmt.
Wie die Probezeit konkret aussieht, hängt davon ab, was du mitbringst.
Du läufst im Übungsbetrieb mit: zuschauen, mitmachen, fragen, die Feuerwehrtätigkeiten von Grund auf kennenlernen.
An die Ernstfalleinsätze kommst du in dieser Phase noch nicht mit. Dafür fehlt dir die Ausbildung – und das ist in erster Linie eine Frage deiner eigenen Sicherheit.
Zuzüger aus einer anderen Gemeinde mit abgeschlossener Feuerwehrausbildung rücken schon während der Probezeit an Ernstfalleinsätze mit aus.
Dabei gilt: Du hältst dich strikt an die Weisungen deiner Vorgesetzten. Die Abläufe, das Material und die Gepflogenheiten sind in jeder Feuerwehr etwas anders – auch dann, wenn die Technik dieselbe ist.
Nach den sechs Monaten setzen wir uns zusammen – du und das Kommando und / oder dein Zugführer. Beurteilt wird in beide Richtungen: ob es aus Sicht der Feuerwehr passt, und ob es aus deiner Sicht passt. Beides zählt gleich viel.
Daraus ergibt sich einer von drei Wegen:
Du wirst zur Grundausbildung angemeldet. Sobald du sie abgeschlossen hast, gehörst du zum Ausrückbestand und rückst auch an die Ernstfalleinsätze mit aus.
Die Probezeit wird um bis zu weitere sechs Monate verlängert, bei Bedarf mit konkreten Auflagen. Spätestens dann wird abschliessend beurteilt.
Dann brechen wir ab – ohne Groll. Es ist besser, das nach sechs Monaten ehrlich festzustellen, als es jahrelang mitzuschleppen.
Feuerwehrdienst ist Freiwilligenarbeit mit Verpflichtung. Wer sich hier engagiert, soll es tun wollen – und wer merkt, dass es doch nicht passt, soll das sagen dürfen. Die Probezeit gibt beiden Seiten die Möglichkeit dazu, bevor viel Ausbildung investiert ist.
Ehrlich gerechnet: Was die Feuerwehr an Zeit kostet – und was sie einbringt.
Dazu kommen die Übungen deines Fachbereichs, die Ernstfalleinsätze und – wenn du willst – Kurse und Anlässe. Der grösste Teil liegt am Abend unter der Woche; einzelne Halbtages- und Tagesübungen fallen auf einen Samstag.
Die Feuerwehr Worb rückt im Schnitt anderthalb Mal pro Woche aus – also 60 bis 95 Mal im Jahr. Für dich persönlich sind es aber deutlich weniger: Rechne mit rund 20 Einsätzen pro Jahr.
Der Grund ist die gestaffelte Alarmierung. Es rücken nie mehr Leute aus, als das Ereignis wirklich braucht. Je nach Grösse und Art des Einsatzes wird unterschiedlich alarmiert:
Katze auf dem Dach, kleine technische Hilfeleistung: Es läutet nur das Telefon bei der Kompetenzgruppe – rund zehn Personen aus Kommando, Zugführern und Fachgruppenleitern. Oft rücken dann bloss ein bis zwei Leute aus, alle anderen erfahren nichts davon.
Zum Beispiel ein Containerbrand (A1): Alarmiert wird nur ein Zug – in geraden Wochen Zug 254, in ungeraden Wochen Zug 253. Damit trägt jeder Zug rund die Hälfte dieser Einsätze, und niemand ist jedes Wochenende gebunden.
Gebäudebrand, schwerer Verkehrsunfall, Unwetter: Hier wird breit alarmiert – beide Züge, die betroffenen Fachgruppen, bei Bedarf auch Nachbarfeuerwehren und Sonderstützpunkte.
Du musst nicht bei jedem Alarm in der Gemeinde einsatzbereit sein. Wenn dein Telefon geht, ist das Ereignis aber so eingestuft, dass es dich braucht – deshalb zählt jede Quittierung.
Diese Zahlen gelten ab dem Moment, in dem du zum Ausrückbestand gehörst. Wer ganz neu einsteigt, läuft während der Probezeit zuerst im Übungsbetrieb mit und rückt nach abgeschlossener Grundausbildung an die Ernstfalleinsätze mit aus. Wer bereits ausgebildet ist, ist von Anfang an dabei. Der ganze Weg steht im Kapitel «Bei uns mitmachen».
Die Ansätze legt der Gemeinderat Worb fest. Sie gelten für alle Angehörigen der Feuerwehr gleich.
| Leistung | Ansatz |
|---|---|
| Übungsdienst 2,5 Stunden (Normalfall) | CHF 40.– |
| Übungsdienst 2,5 bis 5 Stunden (Halbtagesübung) | CHF 80.– |
| Übungsdienst 5 bis 8 Stunden (Tagesübung) | CHF 160.– |
| Ernstfalldienst und Anlässe mit Einsatzcharakter | CHF 30.– / Std. |
| Pikettdienst Wochenende (2 Tage) | CHF 80.– |
| Pikettdienst gesetzlicher Feiertag (Einzeltag) | CHF 80.– |
| Kursbesuch, Angestellte mit bezahlter Absenz | CHF 50.– |
| Kursbesuch mit Lohnausfall, bis 5 Stunden | CHF 150.– |
| Kursbesuch mit Lohnausfall, über 5 Stunden | CHF 250.– |
| Kursbesuch samstags | CHF 200.– |
| Probefahrten | CHF 20.– / Std. |
Auszug aus dem Besoldungsbeschluss des Gemeinderates Worb, gültig ab 2024. Ohne Gewähr – massgebend ist der Beschluss.
Als Angehörige der Feuerwehr bist du von der Feuerwehr-Pflichtersatzabgabe befreit. Das ist für viele der finanziell relevanteste Punkt überhaupt.
Wer führt was, wer ist wofür zuständig – und wo du selbst eingeteilt bist.
Die Mannschaft ist in zwei Einsatzzüge gegliedert: Zug 253 und Zug 254. Beide Züge sind gleich aufgebaut und beide verfügen über dieselben Einsatzelemente – PbU, Atemschutz, Verkehr, Elektro, Führungsunterstützung, Absturzsicherung und Jugendfeuerwehr.
Die Gesamtübungen werden meist halbzugsweise durchgeführt: Dasselbe Übungsthema läuft an mehreren Abenden, damit nie die ganze Feuerwehr gleichzeitig gebunden ist. Deine Termine findest du im Jahresprogramm nach deiner Einteilung.
| Funktion | Grad | Name | Kontakt |
|---|---|---|---|
| Kommandant | Maj | Roland Probst | |
| Kommandant Stv. | Hptm | Andy Marchand | |
| Chef Ausbildung | Lt | Pascal Locher | |
| Zugführer | Lt | Christian Beyeler | |
| Zugführer | Lt | Christoph Rüfenacht | |
| Technischer Mitarbeiter | Lt | Christoph Bigler | |
| Chef ElKom / Chef Betrieb | Kpl | Gilberto Cilia |
Stand gemäss Kommandostab auf feuerwehrworb.ch. Das vollständige Organigramm findest du unter Downloads.
Verantwortet das Übungsprogramm, die Ausbildungskontrolle und die Kursanmeldungen. Kursanfragen laufen über deinen Zugführer.
Persönliches Corpsmaterial, Fahrzeuge, Kommunikationsmittel, Einsatzzentrale, FIReTAB, Pikett und Fahrschule, ICT, Verpflegung, Website.
Deine erste Ansprechperson für alles Persönliche: Absenzen, Einteilung, Laufbahn, Austritt.
Atemschutz, PbU, Verkehr, Elektro, Elementar, Absturzsicherung – zuständig für Ausbildung und Material ihres Bereichs.
Der weitaus grösste Teil der Übungen findet im Magazin Worb statt. Wo du im Ernstfall einrückst, hängt von deiner Einteilung und vom Aufgebot ab.
Das Wichtigste überhaupt. Wenn hier etwas nicht sitzt, nützt die beste Ausbildung nichts.
Nach Art. 13 Abs. 1 der Feuerwehrweisungen müssen Kommando und Ersteinsatzelemente über zwei technisch unabhängige Endgeräte alarmiert werden können. Bei uns heisst das: Natel und Pager. Es wird davon ausgegangen, dass du den Pager mitführst, wann immer du alarmierbar bist – auch wenn du das Natel dabei hast.
Alarme kommen von festen Absendernummern. Damit dein Telefon sie als Alarm erkennt – und nicht als unbekannten Anruf unterdrückt – müssen diese Nummern als Kontakte gespeichert sein.
Favoriten: Nimm die Alarmkontakte in die Favoriten auf, damit du sie auch im Nicht-stören-Modus erhältst.
Eigener Ton: Weise den Alarmkontakten eine eigene Ruf- und SMS-Melodie zu. Dann hörst du sofort, dass es ein Alarm ist. Passende Audiodateien liegen unter Downloads.
Die Alarmierung erfolgt gleichzeitig per Sprachanruf und SMS. Quittiert wird einmal – über den Weg, der dir gerade passt.
Du hörst den gesprochenen Alarmtext und wirst anschliessend aufgefordert zu bestätigen:
Wer den Anruf nicht annehmen kann, antwortet auf das Alarm-SMS:
Der Pager ist ein reines Empfangsgerät. Du liest die Alarmmeldung, kannst sie aber nicht quittieren. Dafür brauchst du immer Natel oder Rückruf.
SMS-Alarme müssen innerhalb von 180 Sekunden nach Auslösung quittiert werden, damit sie in der Protokollierung erscheinen und dem Einsatzleiter im Info-SMS angezeigt werden. Wer später quittiert, taucht in der Einsatzplanung des Einsatzleiters nicht auf.
Die Fachstelle Alarmierung der Kantonspolizei Bern löst dreimal jährlich einen Probealarm aus, bei dem alle persönlichen Alarmierungsmittel gleichzeitig ausgelöst werden: Voice, SMS und Pager.
Auch wenn du gerade nicht ausrücken könntest. Es geht darum zu prüfen, ob die Alarmierung technisch funktioniert. Erhältst du an einem der Termine keine Alarmierung oder löst ein Gerät nicht korrekt aus, melde dich unverzüglich beim Verantwortlichen Alarmierung.
Für das regelmässige Laden der Akkus von Natel und Pager bist du selbst verantwortlich.
Wie das Feuerwehrjahr in Worb strukturiert ist – und welche Spielregeln gelten.
Das Jahresprogramm erscheint jeweils im Herbst für das Folgejahr, wird vom Kreisfeuerwehrinspektor genehmigt und per Post verschickt. Es steht ausserdem im internen Bereich zum Download bereit, und alle Termine lassen sich aus dem digitalen Kalender direkt in deine Agenda importieren.
| Anlass | Wer | Rhythmus |
|---|---|---|
| Materialfassung / -abgabe | Neue und austretende AdF | Anfang Januar |
| Instandhaltungsübung | Alle AdF | 1× jährlich, Januar |
| Gesamtübungen | Halbzugsweise nach Einteilung | 10× jährlich |
| Atemschutzübungen | Atemschutzträger | 3× jährlich pro Zug |
| PbU-Übungen | PbU-Gruppen A und B | 4× jährlich |
| Verkehrsübungen | Fachgruppe Verkehr | 4× jährlich, teils mit ZSO |
| Heissausbildung | Nach Aufgebot / Selbstanmeldung | Münsingen, Thun, Balsthal |
| Praxistraining am Feuer | Nach Einteilung | 1× jährlich, Samstag |
| Feuerwehranlass | Alle | November – Entlassungen, Beförderungen, Nachtessen |
«Führen und führen lassen – Führungsrhythmus leben.» Jedes Jahr setzt das Kommando einen inhaltlichen Schwerpunkt, der sich durch das ganze Übungsprogramm zieht.
Der Besuch der Übungen ist gemäss Feuerwehrreglement der Gemeinde Worb obligatorisch, und der Feuerwehrdienst ist persönlich zu leisten. Wenn du nicht kannst, gilt ein klarer Ablauf:
Mit deinem Vorgesetzten – in der Regel deinem Zugführer. Das ist der wichtigste Schritt.
Spätestens drei Tage nach dem Termin über das Entschuldigungsformular im internen Bereich. Es gibt eigene Formulare für Zug 253, Zug 254, die Fachgruppen und das Kader.
Absenzen können nach Absprache mit dem Vorgesetzten kompensiert werden.
Wird gemäss Feuerwehrreglement und Feuerwehrverordnung der Gemeinde Worb gebüsst – disziplinarisch oder mit Bussen zwischen CHF 20.– und maximal CHF 400.–. Das kommt in der Praxis selten vor, weil sich fast alle rechtzeitig melden. Genau darum geht es.
Über Wochenenden und Feiertage stellt eine Pikettgruppe die rasche Verfügbarkeit sicher. Die Pikettliste erscheint jährlich zusammen mit dem Jahresprogramm. Einzelheiten regelt die Pikettweisung.
Wer die Einsatzfahrzeuge fährt, muss regelmässig fahren, um die Routine zu halten. Die Pflichtfahrtenliste und die zugehörige Weisung legen fest, wer wie viele Fahrten pro Jahr absolviert und wie sie rapportiert werden.
Viermal jährlich werden die Motorspritzen probegelaufen, im November zusätzlich eingewintert. Teilnahme nach Anmeldung – ein guter Einstieg für angehende Maschinisten.
Ein freiwilliger Austritt aus der aktiven Feuerwehrdienstpflicht ist mindestens drei Monate vor Ende eines Kalenderjahres über den Zugführer dem Kommandanten bekannt zu geben. Das Höchstalter für Angehörige der Feuerwehr liegt bei 52 Jahren.
Was du fasst, wofür es gedacht ist – und wofür du selbst verantwortlich bist.
Die Feuerwehr stellt dir die notwendige persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung. Was du bekommst, richtet sich nach deinem Aufgaben- und Einsatzgebiet. Alle Ausrüstungsgegenstände erfüllen die geltenden EN-Normen.
| Ausrüstung | Wofür |
|---|---|
| Arbeitsbekleidung | Arbeit, Ausbildung, Repräsentation und besondere Einsätze ohne Brandgefahr. |
| Brandschutzbekleidung schwer (Klasse 2) | Innenbrandbekämpfung. Schutz gegen Flammen und Wärmestrahlung, bedingt gegen Chemikalien, dazu Nässe und Kälte. |
| Brandschutzbekleidung leicht (Klasse 1) | Aussenbrände mit begrenzter thermischer Belastung und Vegetationsbrände. |
| Helm | Schutz gegen Wärmestrahlung, Durchdringung, Stösse; mit Augenschutz. |
| Feuerwehrschutzhandschuhe | Hitze, Kälte, Schnitte, Splitter, scharfe Gegenstände. |
| Feuerwehrstiefel | Hitze, Nässe, Durchtrittschutz, Schutzkappe gegen fallende Gegenstände. |
| Bekleidung technische Hilfeleistung | Schnitte, Splitter, scharfe Gegenstände, Nässe und Kälte – typisch bei PbU-Einsätzen. |
| Warnbekleidung | Bestmögliche Sichtbarkeit bei Arbeiten im Strassenverkehr. |
Grundlage: Feuerwehrweisungen (FWW) Kanton Bern, Version 2026, Anhang 2.1.
Die Materialfassung und -abgabe findet jeweils Anfang Januar im Magazin Worb statt – gemeinsam für alle neuen und alle austretenden Angehörigen der Feuerwehr. Am selben Abend wird auch die Ausbildung zur Alarmierung und zum Pager durchgeführt.
Dann läuft dasselbe individuell mit dem technischen Mitarbeiter ab – du musst nicht bis zum Januar warten, um alarmierbar zu werden.
Natel und Pager. Den Pager alle rund 14 Tage auf die Ladestation – auch wenn er nicht ausgelöst hat.
Nach jedem Einsatz und jeder Übung: kontrollieren, reinigen, Schäden sofort dem Materialverantwortlichen melden.
Alarmkontakte gespeichert, Favoriten gesetzt, Nummern nach einem Telefonwechsel neu prüfen.
Für den Atemschutz: ärztliche Untersuchung und Laktatstufentest periodisch wiederholen.
Die konkreten nächsten Schritte – und was du am ersten Abend brauchst.
Du bekommst ein Login für den internen Bereich. Dort liegen Jahresprogramm, Einteilungen, Weisungen, Reglemente, Formulare und der Kalender.
Übernimm die Termine aus dem digitalen Kalender in deine persönliche Agenda. Damit hast du deine Übungen automatisch aktuell.
Alarmkontakte speichern, als Favoriten setzen, eigenen Ton zuweisen, Pager laden und mitführen. Siehe Kapitel «Alarmierung».
Persönliche Schutzausrüstung, Corpsmaterial, Pager.
Auf Wunsch erhältst du eine persönliche Adresse vorname.nachname@feuerwehrworb.ch – entweder als Weiterleitung auf deine private Adresse oder als vollwertiges Postfach.
Zug 253 oder 254, allfälliger Fachbereich, deine Termine im Jahresprogramm. Dein Zugführer geht das mit dir durch.
Niemand erwartet, dass du am ersten Abend etwas kannst. Erwartet wird, dass du pünktlich da bist, zuhörst und fragst, wenn etwas unklar ist. Alles andere kommt.
Die ersten mindestens sechs Monate sind Kennenlernzeit – für dich wie für uns. Als Neuling läufst du im Übungsbetrieb mit; wer bereits ausgebildet ist, rückt auch an Ernstfalleinsätze mit aus und hält sich dort strikt an die Weisungen der Vorgesetzten. Danach setzen wir uns zusammen und schauen, ob es beidseitig passt.
Erste Anlaufstelle für alles Persönliche: Einteilung, Absenzen, Kurse, Laufbahn.
Material, Alarmierung, Pager, Zugänge, Technik. Erreichbar auch unter der Woche.
Ausbildungsweg, Kursanmeldungen, Fachausbildungen – Anfragen über den Zugführer.
Ehrlich: die beste Quelle für die ungeschriebenen Regeln. Frag einfach.